Omega-3 für Hunde: Warum die Angabe auf der Verpackung oft täuscht
"60% Omega-3" – das liest man aktuell häufig auf Fischölalternativen wie Perilla- oder Leinöl für Hunde. Klingt nach einer sehr guten Versorgung.
Der Haken: Dieses Omega-3 liegt fast ausschließlich als ALA vor – der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure. Damit sie im Körper wirksam wird, müsste sie in EPA und DHA umgewandelt werden. Genau das gelingt beim Hund aber nur in sehr geringem Umfang. Die entsprechenden Enzyme dafür sind kaum aktiv.
Ich kenne diesen Denkfehler auch aus eigener Erfahrung: Ich habe selbst lange Algenöl empfohlen, weil es pflanzlich und "sicher" wirkte. Erst ein Bluttest bei mir und bei meiner Hündin Pixie hat gezeigt: Trotz vermeintlich guter Omega-3-Zufuhr kam kaum EPA im Blut an. Das war für mich der Punkt, an dem ich angefangen habe, genauer hinzuschauen – und nicht mehr nur auf Prozentangaben zu vertrauen.
Für die Praxis heißt das: Ein hoher ALA-Wert auf der Verpackung sagt wenig darüber aus, was tatsächlich im Körper des Hundes ankommt. Wer die Omega-6:3-Balance wirklich beurteilen will, kommt an einem Bluttest kaum vorbei.
Wie ist eure Erfahrung – wird ALA vs. EPA/DHA in der Fütterungsberatung eurer Meinung nach ausreichend thematisiert?
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